Die Kreuzlinger Primarschulbehörde hat dem lokalen und zeitlich befristeten Projekt zugestimmt. Finanzierung und Rechtsform sind allerdings noch offen.

Die Idee für einen islamischen Religionsunterricht in der Volksschule kam von einer Kreuzlinger Arbeitsgruppe, die sich Runder Tisch der Religionen nennt. Nach langen Vorbereitungen und einem Tagblatt-Bericht vom 7. Dezember 2009 ging zur Freude der Initianten dann alles sehr schnell.

In Kreuzlingen sollen neben den christlichen auch muslimische Schüler einen konfessionellen Unterricht erhalten. Die SVP macht Auflagen, findet das Integrationsprojekt aber «eine gute Sache».

Von Antonio Cortesi

Frau Regierungsrätin Knill, wie stehen Sie zum Projekt Islamischer Religionsunterricht in Kreuzlingen?

Es ist ein Schulentwicklungsprojekt auf der kommunalen Ebene der Schule Kreuzlingen. Unser föderalistisches Bildungssystem ermöglicht, dass Schulgemeinden vor Ort auf Herausforderungen und Anliegen reagieren können, die ihnen wichtig sind. Kreuzlingen nutzt mit diesem Projekt diesen Freiraum.

KREUZLINGEN. In Kreuzlingen arbeitet eine überkonfessionelle Gruppe am Projekt Islamischer Religionsunterricht an der Volksschule. Moslemische Kinder sollen dadurch mehr Vertrauen und Verantwortungsbewusstsein gewinnen.

Brigitta Hochuli